Pädagogisches Konzept Horthaus der Schule am Regenweiher

1. Einleitung

2. Organisation der ergänzenden Betreuung

2.1. Öffnungs- und Betreuungszeiten

2.2. Tagesablauf

2.3. Mitarbeiter*innen

2.4. Räumlichkeiten und Kapazität

3. Pädagogische Inhalte

3.1. Offene Arbeit

3.2. Stellung der Hortkinder

3.3. Stellung der Erzieher*innen

3.4. Hausaufgabenbetreuung

3.5. Angebote

3.6. Feriengestaltung

3.7. Veranstaltungen

4. Regeln im Horthaus

4.1. Hausregeln

4.2. Gartenregeln

4.3. Mensaregeln

5. Organisation  der Mensa / Mittagsband

6. Zusammenarbeit mit der Schule

6.1.  Ziele

6.2. SAPH, Klassen 3 bis 6

7. Zusammenarbeit mit den Eltern

8. Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen

 

 

 

1. Einleitung

Die pädagogische Konzeption der ergänzenden Betreuung der Schule am Regenweiher ist Bestandteil des Schulprogramms der Schule am Regenweiher.

Sie beinhaltet Aufgaben und Erfordernisse zur Umsetzung des Bildungs- und Erziehungsauftrages im Sinne des Berliner Schulgesetzes.

Die Konzeption ist die verbindliche Arbeitsgrundlage für das pädagogische Handeln der Mitarbeiter*innen des Horthauses. Sie ist geprägt von den Bedürfnissen und Wünschen der Kinder.

Den Eltern dient die Konzeption als Informationsquelle und Orientierungshilfe.



2. Organisation der ergänzenden Betreuung

2.1. Öffnungs- und Betreuungszeiten

Das Horthaus hat während der Schulzeit und während der Ferien von 6.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Einzelne Schließtage (z.B. Brückentage, Studientage) werden rechtzeitig bekannt gegeben.

 

2.2. Tagesablauf

6.00 bis 7.30 Uhr

Betreuung Frühmodul

7.30 Uhr bis Schulbeginn

Betreuung und VHG

Unterrichtsbeginn bis 11.35 Uhr

Betreuung bei Stundenausfall und in Freistunden, Organisation der täglich anfallenden Aufgaben, Dienstberatung der Erzieher*innen, Vorbereitung von Angeboten

10.05 bis 11.35 Uhr

Einsatz der Erzieher*innen in den Klassen 1 und 2

11.35 Uhr bis 12.55 Uhr

Mittagsband Klassen 5 und 6

13.00 bis 15.00 Uhr

Mittagessenversorgung der Klassen 1 bis 4, nach dem Essen Ende der VHG-Betreuung

Nach Unterrichtsende bis 16.00 Uhr

Hausaufgabenbetreuung, Angebote, freies Spiel in den Räumen und im Garten

16.00 bis 18.00 Uhr

Betreuung Spätmodul


2.3. Mitarbeiter*innen

Im Horthaus sind elf staatlich geprüfte Erzieher*innen und ein Erzieher in Ausbildung angestellt. Zwei Erzieher*innen arbeiten in Teilzeit, der Erzieher in Ausbildung arbeitet an drei Tagen in der Woche im Horthaus.

In den ersten und zweiten Klassen sind von Montag bis Donnerstag, jeweils in der 3. Und 4. Stunde, Erzieher*innen zur Unterstützung der Lehrkräfte eingeteilt. Die Betreuung von Freistunden übernehmen die im Horthaus verbliebenen Erzieher*innen.

Neben den täglichen Absprachen findet einmal wöchentlich die Dienstbesprechung der Erzieher*innen statt.

 

2.4. Räumlichkeiten und Kapazität

Im Schuljahr 2019/2020 werden ca. 200 Kinder mit Hortvertrag und im Mittagsband sowie während der VHG-Zeit zusätzlich ca. 150 Kinder betreut.

Das Horthaus verfügt über zwei Etagen mit jeweils einem Hausaufgabenzimmer und jeweils fünf Zimmern mit vielfältigen Angeboten und verschiedenen Beschäftigungsmöglichkeiten.

Der Garten verfügt über einen Fußballplatz, einen Basketballkorb, eine Tischtennisplatte sowie einen Holzpavillon. Außerdem gibt es zwei Klettergerüste, zwei Schaukeln, eine Wippe und Kletterstangen. In einem Container stehen diverse Fahrzeuge und Spielsachen zur Verfügung.

Die Mensa mit ca. 50 Plätzen und die Küche befinden sich im Erdgeschoss.



3. Pädagogische Inhalte

3.1. Offene Arbeit

Das Horthaus ist offen konzipiert. Die Kinder können sich nach dem Mittagessen und den Hausaufgaben aussuchen, auf welcher Etage sie Angebote wahrnehmen oder ob sie im Garten spielen wollen. Für alle Kinder ist somit sichergestellt, klassenübergreifende Kontakte zu knüpfen und bestehende Kontakte zu festigen. Jedes Kind kann sich einen Erzieher seines Vertrauens auswählen.

 

3.2. Stellung der Hortkinder

Kinder im Schulalter wollen „Leben lernen“, ernsthafte und nützliche Dinge tun, viele Dinge außerhalb ihrer Familie kennenlernen, eigene Wege finden und sich selbst entdecken. Sie wollen mit anderen Kindern zusammen sein, um Erfahrungen zu machen und diese zu verarbeiten. Dieses Alter ist in kognitiver, emotionaler sowie sozialer Beziehung höchst entscheidend für den weiteren Lebensweg der Kinder. Wenn die Kinder ernst- und wahrgenommen werden, sind sie bereit, etwas Sinnvolles zu tun, Verantwortung zu übernehmen und alleine oder gemeinsam mit anderen zu lernen.

Im Rahmen der ergänzenden Betreuung werden ihnen Anregungen, die sie brauchen, von den Erzieher*innen gegeben. Ausreichende Kontaktmöglichkeiten zu anderen Kindern und „betreute“ räumliche Möglichkeiten sind sichergestellt. Sie werden in Ihrer Entwicklung eigener Fähigkeiten gegenüber dem erdrückenden Medienangebot gefördert.

 

3.3. Stellung der Erzieher*innen

Auf der Grundlage einer ganzheitlichen, situationsbezogenen und offenen Arbeit werden die Kommunikation und die Stärkung der Ich- und Sozialkompetenzen der Kinder gefördert.

Durch die Bewältigung des Schulweges nach angemessenem Zeitraum des Schulwegtrainings, durch die Übernahme kleiner Verantwortlichkeiten (Unterstützung der Erzieher im Tagesablauf, Listen führen usw.) und Mitspracherecht in Bezug auf Angebote, Freizeit- und Feriengestaltung, wird die Selbständigkeit der Kinder gefördert. Jedes Kind erfährt Wertschätzung und Unterstützung durch die Erzieher*innen, um diese auch persönlich zu leben. Sie erfahren Freiräume und lernen adäquat mit ihnen umzugehen. Im Rahmen von Kinderkonferenzen, einmal Klasse 1/2 und einmal Klasse 3/4 am Anfang des Schuljahres, erhalten die Kinder die Möglichkeit zur Mitsprache in Bezug auf Regeln, Inhalte und Veränderungen im Hortalltag.

Die Erzieher*innen fungieren als authentische Vorbilder, Vertrauenspersonen und Vermittler zwischen den Kindern, der Schule und den Eltern. Sie schaffen den Ausgleich zum „Schulstress“ nach dem Motto: „Jeder kann etwas!“

Die Stärkung des Selbstwertgefühls führt zu mehr Selbstvertrauen und macht den Weg frei sich selbst etwas zuzutrauen. Die Verbindung von Pflicht und Recht schafft eine Verknüpfung zu: „Lernen macht Spaß!“ Das Erkennen von Talenten und Begabungen kann in den Lernprozess integriert werden. Zum Beispiel: „Ich kann doch die Malfolge der 7! Aber nur wenn ich sie singe!“ oder „Für mich sind Minusaufgaben blau und Plusaufgaben rot!“

Auch im Umgang mit Erfolgen und Misserfolgen sind die Erzieher*innen den Kindern eine große Hilfe. Sie zeigen Lösungswege auf und unterstützen sie bei der Umsetzung.

Besonders wichtig sind die Erzieher*innen bei der Bewältigung von Konflikten der Kinder untereinander. Sie helfen beim Erlernen angemessener Gesprächsführungen. Dabei werden   emotionale Aspekte besonders beachtet. Zum Beispiel: „Wie ist diese Aussage für dich? Wie fühlst du dich mit diesen Worten?“ Die Erzieher*innen trösten, erklären, analysieren sensibel die Situationen, zeigen neue Wege der Problemlösung auf und bieten ihre Hilfe an.

Einen großen Stellenwert in der ergänzenden Betreuung nimmt die Förderung der Sprachkompetenzen der Kinder ein. Durch erklären und zeigen, in Verbindung mit Gedichten, Märchen, Rätseln, Bildern und dem Einsatz von künstlerischen Gestaltungsmöglichkeiten arbeiten die Erzieher*innen stetig an der Erweiterung des Wortschatzes der Kinder.

 

Als Anhaltspunkt sind die Verhaltensbeschreibungen von Kindern nützlich:

6 Jahre alte Kinder

Musische/künstlerische Spiele

malen, ausmalen, zeichnen

Bauspiele

mit Pampe, Sand und Wasser spielen, mit Bausteinen spielen

Rollenspiele

mit Puppen spielen, Schule und Einkaufen spielen, verkleiden, Cowboy und Indianer spielen…

Werkschaffende Spiele

verschiedene Materialien berühren, verwenden und erproben, schneiden, kleben, Bücher und Schachteln herstellen, aus Ton o.Ä. Gegenstände formen, hämmern, sägen (mit Hilfe)

Bewegungsspiele

Laufspiele, Versteckspiele, werfen, klettern, schaukeln, weitspringen ohne Angst

Aufnehmende Spiele

sich vorlesen lassen, Filme ansehen

Regelspiele

Kartenspiele, Brettspiele

Motorisches Verhalten

Kinder sind ständig „tätig“, große Teile des Spiels bestehen aus Lärm machen und Herumtollen

Soziales Verhalten

Kinder neigen zu Extremen

Sonstiges

Manche Kinder verbringen viel Zeit mit Buddeln, Versteckspielen, Kunststücken, Fahrradfahren usw.

 

7 Jahre alte Kinder

Musische/künstlerische Spiele

s.o., die Kinder spielen gern mit Schlagwerkzeugen und Geräusch-Instrumenten, spielen gern Klavier

Bauspiele

s.o., Hütten und Zelte errichten und bewohnen

Rollenspiele

s.o., spielen Filmhelden nach

Werkschaffende Spiele

s.o., Modelle bauen, Gegenstände basteln

Bewegungsspiele

s.o., Seil springen, hüpfen, mit Murmeln spielen, auf Bäume klettern, fangen spielen…..

Aufnehmende Spiele

s.o., Bücher lesen, Musik hören (gern sehr laut)

Regelspiele

s.o., mit Mosaiken spielen, zaubern

Motorisches Verhalten

eine Art Beruhigung setzt ein, Stufe des Erarbeitens beginnt, ein Wechsel der Extreme beginnt (herum rasen und toben, um dann ruhig irgendwo zu sitzen und Karten zu tauschen usw.)

Soziales Verhalten

Verlangen nach anderen Menschen wird geringer, die Kinder versuchen Rückzugsmöglichkeiten zu finden, um sich einen eigenen Platz zu sichern, sie wollen einen eigenen Platz für ihre Sachen haben

Sonstiges

Die Kinder erkennen ihren Körper, liegen gern auf dem Bauch um zu lesen, zu schreiben und zu malen

 

8 Jahre alte Kinder

Musische/künstlerische Spiele

s.o., zeichnen

Bauspiele

Konstruktionsbaukästen, verschiedene Geräte

Rollenspiele

schauspielern, personifizieren von Gestalten aus Filmen und Büchern, Theater-vorstellungen, Shows, Geheimklubs bilden

Werkschaffende Spiele

s.o., mixen von „Chemikalien“, Teige herstellen

Bewegungsspiele

s.o., balancieren, Fußball spielen, verstecken

Aufnehmende Spiele

wechselnde Freude am Lesen, ansehen von Illustrierten und Katalogen

Motorisches Verhalten

s.o., Mut und Waghalsigkeit prägen dieses Alter

Soziales Verhalten

kann nicht ohne Kontakt zu seinem Umfeld sein, Geschlechter beginnen sich abzusondern, Bildung einfacher Klubs unter Geschlechtsgenossen

Sonstiges

Unfälle häufen sich

 

9 Jahre alte Kinder

Musische/künstlerische Spiele

s.o., widmet sich dem Üben auf Instrumenten

Bauspiele

Bauen von wirklich fertigen Sachen

werkschaffende Spiele

Einfache Sachen nähen, häkeln, stricken, kochen, backen

Bewegungsspiele

s.o., balgen und ringen, boxen, turnen, Ballett

Aufnehmende Spiele

s.o., Computer spielen

Regelspiele

s.o., Mannschaftsspiele

Motorisches Verhalten

großes Interesse für die eigene Kraft, Dampf ablassen, schlagen (eher spielerisch)

Soziales Verhalten

Klubs sind wichtig, Interesse an Partys

Sonstiges

Sammeln von unterschiedlichen Sachen, Wunsch nach einem Haustier

 

Weitere Altersgruppen können auf der Homepage des Horthauses eingesehen werden.

Ab der 4. Klasse wird der Prozess der „Ausgewöhnung“ aus der ergänzenden Betreuung durch die Erzieher*innen unterstützt. Durch Gespräche und gemeinsame Aktivitäten arbeiten die Kinder und Erzieher*innen an den Themen:

 

·         Zeitmanagement (Hausaufgaben, Essen, Pflichten, Hobbies, Sport, Freunde usw.)

·         Orientierung im Raum/Umfeld (Verkehrsanbindungen, Benutzung von Stadtplänen, Fahrplänen, Fahrkartenautomaten, Einkaufsmöglichkeiten usw.)

·         Wen kann ich fragen, was muss ich fragen?

 

Die Planung der Zeit pro Tag, Woche, Monat kann gut durch Projekte unterstützt werden.

Die jährlich stattfindende Hortreise trägt wesentlich zur Verbesserung der Selbstständigkeit und zur Wahrnehmung des eigenen Ichs und  Mitspracherechts (Zimmereinteilung, Aktivitäten usw.) bei. Die Kommunikation der Kinder untereinander erfährt eine neue Qualität bei der Durchführung von Schatzsuchen mit kniffligen Aufgabenstellungen.

Die Erzieher*innen sind wichtige Verbindungsglieder zwischen den Kindern, der Schule und den Eltern. Sie bieten gezielt Hilfe und Vermittlung bei Problemen mit den verschiedenen Parteien an. In der Konfliktbewältigung von Kindern mit Lehrer*innen und Eltern demonstrieren Erzieher*innen sensibel verschiedene Gesprächsstrategien immer nach dem Motto: Wiedergutmachung statt Strafen.

Die Erzieher*innen informieren die Klassenlehrer*innen, die Schulleitung und ggf. die Schulsozialarbeiter*innen über auftretenden Probleme mit dem Ziel, gemeinsame Hilfsangebote und Strategien im Sinne der Kinder zu entwickeln.

 

3.4. Hausaufgabenbetreuung

Die Erledigung der Hausaufgaben nimmt im Alltag der Kinder einen großen Raum ein. Probierendes, schöpferisches und problemlösendes Lernen mit entsprechenden Materialien und Hilfestellungen soll zur Konzentrationshilfe dienen und erfordert eine enge Zusammenarbeit mit der Institution Schule.

In jeder Etage steht den Kindern ein Hausaufgabenzimmer zur Verfügung. Dort können alle in ruhiger Atmosphäre ihre Hausaufgaben erledigen. In jedem Hausaufgabenzimmer ist ein*e Erzieher*in zur Unterstützung und Hilfe anwesend. Den Kindern werden unterschiedlichste Hilfsmittel zur Verfügung gestellt.

Die Erzieher*innen stehen den Kindern mit Rat und Tat zur Seite, erklären Lösungswege und helfen bei fehlendem Wortverständnis. Probleme bei der Erledigung der Hausaufgaben werden den Lehrer*innen über die Hefte, die Klassenerzieher*innen und die Hausaufgabenhefte mitgeteilt. Die Eltern werden informiert.

Die Richtlinien zur Erledigung der Hausaufgaben laut Schulgesetz finden Beachtung.

Die endgültige Verantwortung für die Erledigung der Hausaufgaben obliegt aber in jedem Fall den Eltern!

 

3.5. Angebote

Im Horthaus stehen den Kindern vielfältige Möglichkeiten der Freizeitgestaltung zur Verfügung. Alle Räume bieten unterschiedliche Spiel- und Bastelmöglichkeiten. Im Garten gibt es viele Dinge, welche Bewegung, auch stürmische, ermöglichen. Die altersgerechte Benutzung von Computern ist sichergestellt. Es gibt genug Platz für freies Spiel und jeder kann seinen Neigungen entsprechend den Nachmittag gestalten.

Angebote der Erzieher*innen richten sich nach den Bedürfnissen der Kinder und die Arbeit nach Situationsansatz hat sich bewährt. Alle Kinder haben die Möglichkeit, externe Angebote zu nutzen (schwimmen gehen, Sport in der Turnhalle, Fußball auf dem Schulsportplatz oder in der Turnhalle usw.).

 

3.6. Feriengestaltung

In den Ferien gibt es verschiedene Angebote für die Kinder. Sowohl im Horthaus als auch auf Ausflügen wird für eine entspannte, erholsame Ferienzeit gesorgt. Der Ferienplan wird jeweils zeitnah im Horthaus ausgehängt und auf die Homepage des Horthauses veröffentlicht. Die Eltern melden ihre Kinder für die jeweiligen Aktivitäten an.

 

3.7. Veranstaltungen

Jährlich findet, vor der Zeugnisausgabe, unser Sommerfest statt. Verschiedene Mottos sorgen für Spannung im Voraus und erfreuen sich großer Beliebtheit.                                                                           

In der Vorweihnachtszeit finden sich Eltern und Kinder zum gemütlichen Adventscafe zusammen, essen Kuchen, trinken Kaffee, Tee und Kakao und unterhalten sich. Verschiedene Angebote (basteln, malen, Wunschzettel schreiben…) werden von den Erzieher*innen vorbereitet.      



4. Haus-, Garten- und Mensaregeln

Die Haus- und Gartenregeln werden mit den Kindern gemeinsam auf der Kinderkonferenz erarbeitet und werden regelmäßig aktualisiert.

 

4.1. Hausregeln

·         Alle Kinder melden sich bei den Erzieher*innen an und ab.

·         Alle gehen respektvoll miteinander um und nehmen Rücksicht. Beleidigungen, schlagen und provozieren ist verboten.

·         Bei Problemen meldet sich jedes Kind bei den Erzieher*innen.

·         Rennen, schreien und toben im Horthaus ist nicht erlaubt, dafür haben wir den Garten.

·         Alle Kinder gehen sorgsam mit den Spielsachen um, wenn etwas kaputt geht, sagen die Kinder den Erzieher*innen Bescheid.

·         Die persönlichen Fächer, Taschen und Dinge anderer Kinder sind tabu. Fundsachen werden bei den Erzieher*innen abgegeben.

·         Alle achten auf Sauberkeit und Ordnung, besonders im Sanitärbereich.

·         Essen und trinken ist in den Spielzimmern nicht erlaubt. Dafür steht ein Tisch in einem der Räume zur Verfügung. Kaugummi ist verboten.

·         Am Freitag dürfen Nintendos und andere Spielsachen mitgebracht werden. Jedes Kind achtet selbst auf seine Sachen. Smartphones und Tablets sind nicht erlaubt. Bei unsachgemäßem Umgang mit elektronischen Spielsachen (Fotos, nicht altersgerechte Spiele etc.) werden die Eltern informiert und die Geräte, bis zur Abholung durch die Eltern,  im Personalraum der Erzieher*innen aufbewahrt.

 

4.2. Gartenregeln

·         Die Natur ist wichtig für uns! Kein Kind zerstört sie  und alle halten den Garten sauber.

·         Das Werfen mit Sand und Steinen ist nicht erlaubt.

·         Alle spielen fair miteinander und Streit wird ohne Gewalt geklärt.

·         Fahrzeuge dürfen nur auf dem Weg fahren, alle Kinder tragen beim Fahren Schuhe.

·         Unfälle und Gefahren melden alle Kinder sofort den Erzieher*innen.

·         Alle Kinder nutzen die vorhandenen Spielsachen gemeinsam, wechseln sich ab und helfen beim Aufräumen.

·         Alle Kinder benutzen die Bälle funktional.




4.3. Mensaregeln

·         Alle Kinder nehmen sich Zeit zum Essen.

·         Alle unterhalten sich in gemäßigter Lautstärke.

·         Alle Kinder benutzen Besteck entsprechend seiner Funktion.

·         Jedes Kind sollte alle angebotenen Speisen wenigstens probieren.

·         Alle Kinder sagen, was sie essen wollen. Wir entsorgen Abfälle gewissenhaft.


5. Organisation in der Mensa / Mittagsband

·         Das Mittagsband für die Klassen 5 und 6 findet in 2 Gruppen statt.

·         1. Gruppe: 11.35 bis 12.05 Uhr, 2. Gruppe: 12.10 bis 12.55 Uhr. Die Klassenstufen wechseln sich, einhergehend mit dem Stundenplan, ab.

·         Die Betreuung in der Mensa wird von den Erzieher*innen übernommen. Die Betreuung in der 5. Stunde teilen sich je ein*e Erzieher*in und je ein*e Lehrer*in.

·         Können die Zeiten wegen Ausflügen oder schulischen Veranstaltungen nicht eingehalten werden, stellt der Caterer Lunchpakete zur Verfügung.

·         In der Zeit von 13.00 bis 15.00 Uhr essen die Hort- und VHG-Kinder der Klassen 1 bis 4.

·         Die Vorbereitung der Mensa (Tische abwischen sowie Gläser, Wasser und Besteck auffüllen) wird von den Erzieher*innen übernommen.


6. Zusammenarbeit mit der Schule

6.1. Ziele

·         Eine Verzahnung der Aufgabenfelder der unterschiedlichen Berufsfelder wird angestrebt.

·         Für eine gute Zusammenarbeit sind Achtung und Respekt jedes Mitarbeiters gegenüber der Arbeit des Anderen unabdingbar.

·         Lernen bezieht sich nicht nur auf schulisches Lernen. Lebendige und lebensnahe (Lern-) Erfahrungen fördern die Lernbereitschaft und Lernfreude in der Schule. Deshalb ist die ergänzende Betreuung eine besondere Betreuungsform sowie ein spezieller Lernort und als Parallele zur Schule zu sehen.

 

6.2.  SAPH, Klassen 3 bis 6

In den Klassen 1 und 2 unterstützen Erzieher*innen die Lehrer*innen von Montag bis Donnerstag in den Stunden 3 und 4  um:

·         Durch die Arbeit in Gruppen die Klassenstärke zu minimieren.

·         Mit einzelnen Kindern Übungen zur Festigung der Lerninhalte durchzuführen.

·         Bei Lehrerausfall mit den Kindern an von den Lehrer*innen vorbereiteten Lerninhalten zu arbeiten.

In den Klassen 3 bis 6 findet ein Austausch der Erzieher*innen mit den Lehrer*innen bei Fragen und Problemen statt.

Die Erzieher*innen nehmen bei Bedarf an Helfer- oder Klassenkonferenzen, im Rahmen des TRIDEM auch an Fallbesprechungen teil.

Gemeinsame Gesamtkonferenzen und Studientage werden regelmäßig durchgeführt. An den Besprechungen der Gesamtelternvertreter, den Schulkonferenzen und TRIDEM nimmt die koordinierende Erzieherin teil. Die Elternabende der Klassen 1 und 2 werden von den Klassenerzieher*innen besucht.



7. Zusammenarbeit mit den Eltern

Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist geprägt von Wertschätzung und Achtung. Sie ist in allen Belangen auf Kommunikation und Kooperation ausgerichtet. Durch Informationselternabende in den umliegenden Kitas werden bereits vor der Einschulung der Kinder, Kontakte zu den Eltern geknüpft. Dabei wird das Thema „Was sollte ein altersgerecht entwickeltes Kind können?“ in den Vordergrund gestellt. Den Eltern wird Handmaterial zur Verfügung gestellt und dieses bei den Informationsveranstaltungen besprochen. Dabei fließen Erfahrungen aus der Schule mit ein.

Bereits am Tag der offenen Tür und der Schulanmeldung werden offene Fragen der Eltern beantwortet und mit den Gegebenheiten der ergänzenden Betreuung bekannt gemacht. Das Angebot von Einzelrundgängen und Einzelgesprächen ist bei den Eltern der Kitakinder und den Kitakindern sehr beliebt.

Im Horthaus werden Elterngespräche, mit und ohne Termin, angeboten. Bei auftretenden Problemen können den Eltern zahlreiche Angebote zur Unterstützung gemacht werden. Zum Beispiel:

·         Tipps und Tricks für ein zielorientiertes Lernen und die eigenständige Erledigung der Hausaufgaben.

·         „Familienpläne“ zur Strukturierung des Alltages.

·         Gemeinsame Gespräche mit Kindern, Eltern und Erzieher*innen.

Die Erzieher*innen bieten jährlich themenbezogene Infoveranstaltungen an, zum Beispiel in Vorbereitung auf die Hortreise, „Wie geht es nach der 4. Klasse weiter?“, Hausaufgaben und Themen, die die Eltern interessieren.

Über Aushänge, die Postmappen der Kinder und unsere Homepage werden die Eltern umfassend mit Informationen versorgt.

Bei Festen und Feiern sowie bei der Beschaffung von Material unterstützen die Eltern die Erzieher*innen.

 

8. Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen

In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich die „Stadtvilla Global“. Die Zusammenarbeit im Rahmen gegenseitiger Hilfe, gemeinsamen Veranstaltungen und bei der „Ausgewöhnung“ der Kinder ab der  4. Klasse basiert auf verbindlichen Absprachen.

Mit den umliegenden Kitas bestehen Kooperationsverträge. Einladungen zu Hortfesten werden regelmäßig verschickt. Besuche der zukünftigen Erstklässler*innen zum Spielen werden von Kitas gern wahrgenommen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erstellt:  Februar 2020

Aktualisiert: Februar 2020